Aktuelle Informationen

der Ingenieure Hoßfeld & Fischer

« zurück zur Übersicht

H & F - Bauherreninfo Nr. 68

- Vergabe I – EU-Schwellenwerte 2026
- Vergabe II – Wertgrenzen im Vergaberecht in Bayern
- Bauverfahren I – Flüssigbodeneinsatz ausgebremst durch Regelungswirrwarr
- Abwasseranlage I – Zukünftige Entwicklung von Starkregen in Deutschland

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wünschen Ihnen für das Jahr 2026 alles Gute, Gesundheit und vor allem persönliches Wohlergehen.

Im Zusammenhang mit dem Drama „der Münchner Eisbachwelle“ wird der Frust an der uns umgebenden Überregulierung, speziell im Baubereich, deutlich. Die zahlreichen Regelungen im Bau- und Umweltrecht fesseln uns in der täglichen Planungspraxis derart, dass eine rasche und zügige Erneuerung unserer Infrastruktur nicht umsetzbar ist.

Die Politikwissenschaftlerin Nathalie Behnke, Professorin an der TU Darmstadt, hat für die Stiftung Familienunternehmen die Studie „Kulturelle Ursachen der Überbürokratisierung“ geschrieben. Die Studie fokussiert sich auf das Baurecht. Frau Prof. Behnke fordert eine neue Verwaltungspraxis mit mehr Ermessensregeln und weniger detaillierten Vorgaben.

Der Ursprung des Problems liegt nach ihrer Auffassung in der Regelungswut der Gesetzgeber im Bundestag, in den Länderparlamenten und den Kommunen. Immer wenn Gesetze, Normen und Verwaltungsvorschriften überarbeitet werden, werden diese komplexer. Kurzum: Bürokratische Prozesse wirken oft dysfunktional und stünden ihrem eigentlichen Ziel entgegen. Selbst beim besten Willen haben Behörden in-zwischen keine Chance mehr, sich zu 100 % regelkonform zu verhalten, stellt Politikwissenschaftlerin Behnke fest. Dies hat zur Folge, dass es inzwischen Rechtsberatungen gibt, die mit Bauherren besprechen, welche Verstöße gegen welche Regelungen die geringsten Sanktionen nach sich ziehen.


Wenn Sie mehr zu diesem Thema wissen möchten, laden Sie sich bitte das unten stehende PDF herunter.

Download pdf/2026 Bauherreninfo 68.pdf